Huf- und Pferdgeschichten

Nochmal gut gegangen…

Nach vielen Jahren habe ich endlich Urlaub in Sicht.. Selbst und ständig…, welcher Huforthopäde kennt das nicht.Bilder erreichen mich ” Ist das Hufkrebs?”Ich ahnte bereits was hier schief gelaufen war. Zunächst war es ” nur” eine Ballen Entzündung.Meine Frage ob das Pferd eingegipst oder Reitschuhe für einen längeren Zeitraum ( mehr als 24h) trug, wurde bejaht. Grund war die Fehldiagnose Hufrehe.

Das Pferd war fühlig nachdem der Schmied da gewesen ist. Die viel zu lange Zehe der Vorderhufe und die nach hinten gebrochene Huf Fessel Achse verführen immer noch zu solch einer Diagnose, obwohl der eigentliche Hinweis, nämlich die Entzündung selbst ( sichtbar am Röbi im akut Zustand), hier fehlten…

Hufrehe mit happy end

Unser Showshetty namens Stiefel bekam vor einigen Jahren eine Hufrehe. Ausgelöst wohl durch unentdeckte Giftpflanzen auf der neu dazu gepachteten Weide. Zum Glück früh erkannt und dank unseres Huforthopäden, dem Tierarzt und unserer Tierheilpraktikerin auch richtig behandelt. Wir holten Stiefel natürlich sofort von der Koppel und riefen den Tierarzt und klar den Huforthopäden. Der Tierarzt machte einen Aderlass und unser HO stellte Stiefel auf huforthopädische Polsterverbände. Dazu bekam er Aspirin und nur noch Erhaltungsfutter. Das hieß gutes Stroh und händchenweise gewaschenes Heu – sonst nichts. Die Tieheilpraktikerin verordnete Ginkgo biloba und später Nux vomica. Wir selbst lernten vom HO den Verband von Stiefel täglich zu kontrollieren und ggf. aufzupolstern…

Der Weg in ein (Huf)gesundes Leben

Zu oft wird sie vernachlässigt, zu oft vergessen und unterschätzt – die kluge Bearbeitung von Fohlenhufen.

Aber was im Fohlenalter, mit noch nicht geschlossenen Epiphysenfugen, möglich ist geht beim Jungpferd oft nicht mehr. Hier ist der Grundstein für ein langes, gesundes Leben. Denn 90% der eingeschläferten oder geschlachteten Pferde werden aufgrund von Lahmheiten getötet. Wiederum über 80% dieser Lahmheiten haben ihren Ursprung in den Hufen. Darum gilt ab der ersten Woche – regelmäßige Hufkontrolle von einem Fohlenerfahrenen Hufbearbeiter. Oft sind es nur wenige Raspelstriche zur richtigen Zeit, die über eine gesunde Zukunft entscheiden…

Ein Aufruf

Dies ist eigentlich keine Geschichte und leider hat es auch kein Happy end aber es sollte geschrieben sein.

Eine Pferdebesitzerin fand ihr Pferd stark lahmend auf der Koppel vor. Auf drei Beinen humpelnd wurde das Pferd in die Box gebracht und der Tierarzt wurde gerufen.

Diagnose Huflederhautentzündung, der Huf wurde in einen dicken Verband gebracht und Schmerzmittel gegeben. Der Zustand des Pferdes besserte sich nicht, weiteres Schmerzmittel folgte – über Tage, viele Tage, zu viele Tage, der Zustand verschlimmerte sich das Pferd stand nunmehr nur noch auf drei Beinen…

Vom lahmen Dressurkracher zum fröhlichen Ritterross

Hier möchte ich euch die Geschichte von Nemo erzählen.

Aus Pferdesicht gesehen hatte Nemo keinen guten Start ins Leben. Im Mutterleib schon zum Superkracher ernannt war er als Fohlen zu teuer um unbeaufsichtigt und frei auf einer Koppel toben zu dürfen. Nemo wuchs in einer Box mit täglichen „Freigang“ in der Reithalle auf, mit gelegentlichen Spaziergängen an der Hand.

Mit 2 Jahren dann wurde er auf einer Jungpferdeauktion zum Traumpreis des Züchters an einen renommierten Dressurstall verkauft. Koppeln suchte man hier vergebens – zu teuer war jedes einzelne Pferd in diesem Stall um auf eine Koppel zu dürfen…

Warum? – Darum!

Pferde haben mich bereits von klein an fasziniert, so suchte ich mir mit 8 Jahren die ersten Pflegeponys und bin bis heute heilfroh und dankbar, dass ich nicht in einer Wendywelt-Reitschule gelandet bin, sondern dort von Anfang an alles lernte was dazu gehört und richtig geprägt wurde.

Mit 14 Jahren kam dann das erste eigene Pferd, “Tootsy”, ein Engl. Vollblut mit Special Effekts und Hang zur Selbstzerstörung, war das beste Lehrpferd in Sachen Umgang und Wundversorgung. Seit Jahren beschlagen, mit Rissen, Spalten und Geschwüren, bereiteten mir auch ihre Hufe ständig Sorgen, also begab ich mich irgendwann auf die Suche nach einer Alternative zum Schmied…

viola dürholt

Ein Pferd, viele Meinungen und die richtige Entscheidung…

Hi, ich möchte euch gerne die Geschichte meines Wallachs Frisco erzählen.
Ein großer, lackschwarzer Wallach, vier weiße Füße und eine markante weiße Blesse… ein Mädchentraum, wie er im Buche steht (zumindest für die Dressurfreunde unter uns). Seine zahlreichen Baustellen habe ich vor fast 3 Jahren durch die rosarote Pferdemädchenbrille nicht wahrgenommen… So zog der charmante schwarze Dickschädel also zu mir und seinem Pferdekumpel in den Offenstall. Und mit ihm zusammen unzählige, vielleicht auch gut gemeinte Ratschläge, Meinungen, Empfehlungen und auch Belehrungen von Reiterkollegen/innen, die wohl schon deutlich länger mit Pferden zutun haben als ich…

Volle Aufmerksamkeit den Eseln!

Ein großes Anliegen vom DIfHO® sind auch die Eselhufe. Zu oft werden diese wie Pferdehufe bearbeitet mit teils daraus resultierenden katastrophalen Ergebnissen. Eselhufe sind anders! Darum sind wir froh einen großartigen Partner in Sachen Eselhufe, bei Familie Bölz auf dem wunderschönen Hofgut Kieselberg, gefunden zu haben. Hier werden, in der wohl schönsten Location des DIfHO®, Fortbildungen für fertige Huforthopäden/innen angeboten sowie auch das Modul “Eselhufe” für die Azubis des Standortes “Stuttgart”…

Gold schmieden und dazu Hufe klug bearbeiten

Ich selbst bin durch meinen Wallach, mittlerweile 27- jährig, vor 12 Jahren zur Huforthopädie gelangt, weil Ich mit den tradiotionellen Schmiedearbeiten nicht mehr zufrieden war. Bei meinem Pferd hatte Ich jahrelang mit Strahlfäule zu kämpfen, sowie mit einem plötzlich blutenden Kronrandspalt.

Die Schmiede erkannten leider die vorherrschende Fehlstellung meines Pferdes nicht und arbeiteten den Problemen ewig hinterher. Mein Pferd litt ebenso dadurch unter immer wiederkehrenden Verspannungen im gesamten Körper. Chiropraktik bzw. Osteopathie und Akupunkturen halfen nur bedingt…

Johnnys Schicksal und wie ich dadurch zu meinem Traumberuf kam

Wie bei vielen Pferdemädchen begann meine große Liebe zu den sanften Vierbeinern bereits in früher Kindheit. Mir war immer klar, dass ich irgendwann auch etwas mit Pferden arbeiten möchte. Nur was? Die Jahre gingen ins Land, man lernte verschiedene Pferde, Reiterweisen, Haltungsformen etc kennen. Auch das erste eigene Pferd kam irgendwann, ging auch durch diverse Umstände wieder.

Irgendwann traf ich auf ihn. Meine schwarze polnische Schönheit. Johnny (vorher Ivan) stand bei einem Händler. Für den Schlachtpreis erhielt ich ihn, angeblich hatte er Verschlag. Kurz drauf stellte sich heraus, dass er in Polen Hufrehe gehabt haben muss…

„Meine“ Huforthopädie

Sie nahm ihren Anfang im Spätsommer 1981 im Schweizer Jura, welchen ich aufgrund eines internationalen Sternritts zur 2000-Jahr Feier nach Solothurn (Schweiz) überquerte, und dabei Kopf und Kragen für Pferd und Reiter riskierte, um dieses – lediglich mit einem Kompass ausgestattet – an einem Tag zu bewerkstelligen. So kam es wohl zwangsläufig zur Absturzgefahr auf einer sehr abschüssigen und glatten Felsplatte, und ich musste in Anbetracht der Situation realisieren, dass die erst zwei Tage zuvor aufgenagelten und mit Hartmetallstiften versehenen Hufeisen dem Pferd keinerlei Halt boten…