Fachberichte

Erfolgreiche Barhufumstellung – Keine Frage des Alters!

Die Frage der Barhufumstellung stellt sich heute erfreulicherweise immer häufiger, wenn die Pferdebesitzer die Vorteile des Barhufes für das Pferd erkannt haben.

Oftmals stellt sie sich aber auch erst dann, wenn kein Eisen mehr hält, der Hufzustand sich permanent verschlechtert oder das Pferd sogar mit Eisen nicht mehr lahmfrei laufen kann.

Glücklicherweise wird das Horn ständig nachgebildet, so dass ein Pferd in jedem Alter und unabhängig von der Beschlagsdauer umgestellt werden kann..

Wie erkenne ich, ob ein Huf in Ordnung ist?

Hufe zeigen, wenn sie nicht oder noch nicht intakt sind. Dabei ist der Zustand des jeweiligen Hufes in seiner Komplexität als Gesamtheit zu sehen, um ein vollständiges Bild zur korrekten Bearbeitung nach erfolgter Ursachenerforschung zu bekommen, sollte ein DIFHO-Ausgebildeter Hufbearbeiter kontaktiert werden.

Sehen Sie nachfolgend eine Reihe von Symptomen, durch die der Huf deutlich zu verstehen gibt, dass er Hilfe benötigt…

Braucht Ihr Pferd Hufeisen?

Eisenbeschlag bietet Abriebschutz, wenn der Abrieb durch die Nutzung des Pferdes höher ist als das sich ständig erneuernde nachwachsende Horn der Hornkapsel.

Unerlässlich war er sicher in Zeiten, als Pferde noch viele Stunden am Tag als Arbeitstiere eingesetzt wurden. Erfreulicherweise erkennen viele Pferdebesitzer, dass ein Abriebschutz bei den allermeisten Pferden nicht mehr erforderlich ist und befreien Ihre Pferde von den Eisen, die gegenüber dem Vorteil des Abriebschutzes folgende Nachteile für die Pferdegesundheit bringen…

Die Strahlfäule

Der Hornstrahl hat zuvorderst schützende, stützende und dämpfende Eigenschaften. Er ist wie der restliche Huf ein Anhangsgebilde der Haut mit allen hauttypischen Charakteristiken.
Die Struktur, Konsistenz und die Funktionen des Strahlhorns unterscheiden sich aber wesentlich von den anderen Hufhornen. Es ist innerhalb seiner physiologischen Grenzen deutlich feuchtigkeitsliebender, und je nach Sättigungsgrad mit Feuchtigkeit aus dem physikalischen Umfeld von mehr oder weniger zähelastischer Konsistenz…

Rotieren des Hufbeins

Das Hufbein ist von dem Huf umgeben und somit der Endknochen der Pferdegliedmaße. Das Hufbein ist über den Hufbeinträger innen an die Hufwand angehängt und überträgt über diesen die Last der Knochensäule über den Huf auf den Boden.
Mittig an der Unterseite des Hufbeins setzt die tiefe Beugesehne an. Es handelt sich bei ihr um eine kräftige und um die längste Beugesehne der Gliedmaße. Sie verläuft an der Rückseite der Gliedmaße zunächst bodennah und nach der Passage über das Strahlbein und die Gleichbeine oberhalb des Karpalgelenks zu ihrer Muskulatur, die durch Kontraktion das Hufbein im Hufgelenk beugt und somit Bewegung erzeugt…

Verknöcherung der Hufknorpel

Anatomische Anordnung und Funktionen
Der Huf ist in seinem vorderen Drittel mit dem knöchernen Hufbein ausgestattet, an dessen beidseitigen rückseitigen Ästen jeweils ein Hufknorpel ansetzt. Beide füllen die seitlichen hinteren Partien des Hufes aus und vervollständigen so die Bodenfläche der Pferdegliedmaße und somit deren Tragfläche innerhalb des Hufes.
Die vertikal ausgerichteten Hufknorpel ragen bogenförmig zu etwa einem Drittel ihrer Höhe über den Hufsaum hinaus. Hufsohlenseitig sind die Hufknorpel im Gegensatz zu dem spitzkantigen Hufbeinknochen breitflächig und eben und füllen den Bereich zwischen der Hufseitenwand, der Trachtenendkante und der sogenannten Eckstrebe aus, die entsprechend ihrer Aufgabe und Funktion treffender als Hufknorpelwand bezeichnet werden sollte…

Von Hornrillen, Rissen und Spalten

Definition der Hornrillen, Hornrisse- und Spalten in der Hufwand…

Brüche in der Hufwand

Die entlang und parallel mit den Hornröhrchen verlaufenden und daher eher glattrandigen Hornrisse- und Spalten in der Hufwand* dürfen nicht mit den weniger häufig anzutreffenden Hornwandbrüchen verglichen werden. Die weisen zwar einen ähnlichen Hintergrund wie Hornrisse auf, und entstehen ebenfalls grob im Hornröhrchen-Verlauf, folgen aber einer einmal entstandenen Rille oder einem Riss nicht durchgehend. Die Ränder eines Hornbruchs sind daher im Gegensatz zu denen der Hornrisse unregelmäßig und rau…

„Süßes Gras“

Liebe Pferdefreunde,  

aufgrund der bei Sonnenlicht stattfindenden Fotosynthese werden in Pflanzen einfache Gras-Zucker (Fruktose) gebildet, die als Nährstoff dem Pflanzenwuchs Energie verleihen sollen. Aber aufgrund des stagnierenden Graswuchses wie infolge der momentan vorherrschenden trockenen, kalten aber sonnigen Witterungsbedingungen, kommt es zu einer unverhältnismäßig hohen Konzentration an Fruktose in einer unverhältnismäßig kleinen Masse an Zellulose, dem Hauptbestandteil der Wände der pflanzlichen Zellen…

Von der Hufrehe und tierärztlichen Maßnahmen

„Bei meinem Pferd wurde Hufrehe diagnostiziert“ ist eine der häufigsten Aussagen von Pferdebesitzern, wenn sie mich wegen Lahmheiten ihres Pferdes kontaktieren.

Tatsächlich ist eine Anzahl von Auslösern bekannt, die zur Hufrehe führen können. Sie kann schleichend über Wochen, oder bereits innerhalb weniger Stunden in ein Frühstadium eintreten. Dieses Frühstadium beginnt, wenn das Pferd mit Faktoren in Kontakt kommt, welche, die für die Auslösung der Hufrehe verantwortlichen, pathologischen Mechanismen auslösen können.

Vereinfacht gesagt führen diese pathologischen Mechanismen bei der systemischen Reheerkrankung zu einer Gerinnungsstörung des Blutes und zu seinem quantitativ reduzierten Durchfluss durch die Endungen der Kapillaren der Huflederhäute, wobei beide pathologischen Mechanismen Auslöser und Folgen sein können…

Vorwort von Jochen Biernat, Gründer des DIfHO®

Liebe Pferdefreunde,

die Hufe prägen mein Leben, seitdem ich als erwachsener Mensch dem dringenden Wunsch nachgab, mich mit Pferden zu beschäftigen. Die bei einem Reiterlebnis im Schweizer Jura gewonnene Erkenntnis, dass die Starre des Eisenbeschlags meines Pferdes uns beiden beinahe zum Verhängnis geworden wäre, war letztlich ausschlaggebend für den Entschluss, meine Aufmerksamkeit besonders den Hufen zuwenden zu wollen. Dem Versprechen meines Pferdes gegenüber folgend, zukünftig gänzlich auf Eisenbeschläge zu verzichten, richtete sich meine besondere Aufmerksamkeit fortan seinen Hufen…