Ausbildungsstandorte stand 08 2026

Eine ganz fantastische Erfahrung mit Mensch und Esel

Esel-Modul in der Steiermark bei dem Verein „Eselrettung Österreich“.
Es war ein überwältigend positiver Termin! Ich schätze jeder bekennender Esel Fan wäre ebenso “geflasht” wie ich!
Die Leute von der Eselrettung waren sehr freundlich und höflich, haben sich schon im Vorfeld viele Gedanken gemacht was sie uns an dem Tag “bieten” können, (wo sie uns bei welchem Wetter hin lotsen, das eine Toilette zur Verfügung steht, wo wir zum Mittagessen hinkönnten, welche Esel sie uns hinstellen wollen) haben uns von Anfang bis Ende unaufdringlich, höflich, hilfsbereit und zuvorkommend betreut! Sie haben uns teilweise die Esel gehalten, so viele geholt, wie wir wollten, uns am Nachmittag mit Kuchen, Kaffee, Saft und Wasser verköstigt, sich Gedanken gemacht wo wir auf dem Gelände am besten arbeiten können (einen Spanngurt zum Anbinden um einen grossen Baum gespannt, damit wir bei der Hitze im Schatten arbeiten konnten)
Der Chef Ulrich (sowie die weiteren auch) hat jeden mit Handschlag begrüsst und verabschiedet, hat sich bei jedem mit einem Esel-Kalender bedankt.
Die Esel waren wirklich herausragend entspannt und brav, so hab ich Esel vorher noch nie erlebt. (Was macht ihr mit denen das die so sind? Haben manche gefragt) Manche Hufzustände waren schon unglaublich, ganze Seitenwände komplett auf die Sohle geklappt, Hornwanddefekte, Fäulniss, Schnabelhufe, aufgerissene Hufbeinträger. Die Geschichten zu den jeweiligen Schicksalen erzählen meist von unglaublichen Leiden der geretteten Tiere, und erklären diese Zustände. (Die grössten Katastrophen hat er mir gleich zu Anfang hingestellt. .)
Ich (wir) hatte den Eindruck das die Leute dort sich wirklich über unsere Hilfe gefreut haben und sie zu schätzen gewusst haben.
Ich war ja etwas skeptisch, beim Thema Tierschutz/ Rettung, wenn ich da so an manch arglose „Retter*innen“ denke was dann mehr an Tiermessi erinnert und was wir da so erlebt haben – aber kein Vergleich! Die Leute sind alle auf dem Boden geblieben, sind alle Menschen. Es gab nicht eine einzige Situation, wo sich eine Eskalation angebahnt hätte, das schlimmste war, das mal ein Esel gezappelt hat oder sein Bein nicht geben wollte (oder auch konnte). Bei den hartnäckigsten Kandidaten hab ich immer Chef Ulli im Einsatz gesehen, der alles getan hat das unsere Leute arbeiten konnten!
Kurzum: wir kamen als Fremde und gingen als Freunde (die hoffentlich bald wiederkommen!!)

Hier noch ein Link zu deren (aktuellen) Image-Film, wenn du mal schauen magst: Eselrettung – Österreich Imagefilm – YouTube

Molti cari saluti a voi tutti!
Carlo

Christiane Remmers

DIfHO® Ausbilderin Praxis

Wie viele meiner Kollegen auch, bin durch das eigene Pferd zur Huforthopädie gekommen.

Nach dem Umzug in den Norden Deutschlands und mangels Huforthopäden vor Ort, habe ich im Februar 2019 die Ausbildung begonnen und im Dezember 2020 erfolgreich abgeschlossen.

Seitdem konnte ich einigen Pferden zu besseren Hufen verhelfen, was mich sehr glücklich macht.

Gern gebe ich meine Erfahrungen und Wissen weiter und darf seit April 2022 als Ausbildungsassistentin für das DIFHO tätig sein.

Juliane Kautzsch

DIfHO® Fortbildungsdozentin, Ausbilderin Theorie + Praxis

Beim ersten Zusammentreffen mit einer DifHo-Huforthopädin überzeugte sie mich durch ihre fachlichen Erklärungen des Pferdehufs. So kam mein Pferd auch in den Genuss huforthopädischer Behandlung und der Hufzustand verbesserte sich kontinuierlich.

Mein Interesse an Hufen war geweckt, sodass ich mich selbst für die Ausbildung entschied. 2020 schloss ich die Ausbildung zur DifHo-Huforthopädin ab und arbeite seit 2022 im Ausbilderteam mit. Neben guter Hufbearbeitung ist mir der respektvolle Umgang mit den Tieren während der Bearbeitung ein großes Anliegen.

Schwerpunkte in der Ausbildertätigkeit neben der praktischen Ausbildung: Workshops zu Kommunikation (Kundenkommunikation, Kommunikation mit anderen Pferdebehandlern, etc.); Workshops zum respektvollen Umgang mit den Tieren.

Susanne Bajcer

DIfHO® Ausbilderin Praxis

Seit meinem 12. Lebensjahr sind Pferde meine Leidenschaft. Nur allzu oft fiel mein Blick auf Pferdehufe, bei denen ich dachte: „Das sieht irgendwie nicht richtig aus.“ Die Antwort war jedoch meist: „Das ist halt so.“

Viele Jahre später war ich zufällig dabei, als eine DIfHO Huforthopädin kam, um die Bearbeitung der Hufe von meinem Reitbeteiligungspferd Havanna zu übernehmen. Neugierig schaute ich ihr über die Schulter und löcherte sie mit Fragen. Endlich bekam ich andere Antworten, als: „Das ist halt so.“

2018 begann ich dann selbst die Ausbildung zur Huforthopädin und noch vor Abschluss war mir klar, das ist meine berufliche Zukunft. Also kündigte ich direkt meinen alten Job. Seitdem sind nicht nur Pferde im Allgemeinen, sondern auch ihre Hufe im ganz Besonderen meine Leidenschaft.

Mario Geretsegger

DIfHO® Ausbilder Praxis

2017 während der Ausbildung zum Barhufpfleger habe ich dieses Gewerbe angemeldet und bereits ausgeübt. 2018 Abschlußprüfung.

Danach Weiterbildung zum Duplospezialisten und Hufschuhexperten. Zeitgleich Fortbildung zum Osteopathen u. Cranio Sacral Therapeuten.
Zur Weiterbildung sämtliche Praxis- und Theoriemodule zum Huftechniker durchlaufen.

Nach der Hälfte der Pflichtpraktika beim Hufschmied zur Prüfungszulassung habe ich abgebrochen, da ich sah daß dies nicht mein Weg ist, der sich mehr in Richtung Tierheilpraktik orientiert und statt dessen beim DIfHO mit der Ausbildung zum Huforthopäden begonnen, die ich 2021 abschloß.

Anni Kock

DIfHO® Ausbilderin Praxis

Moin,
ich bin Anni und verstärke seit 2022 das Ausbilderteam für die Praxis im Norden. Ich bin zur Huforthopädie gekommen, weil meine Stute leider mit nicht funktionieren Füßen ausgestattet ist und nur die DIfHO meinem Pony wirklich helfen konnte. Die Genauigkeit und Detailtreue in der Anwendung der Huforthopädie und die vielen positiven Entwicklungen am Huf haben mich überzeugt. Getreu dem Motto “Train the Trainer” möchte ich darüber hinaus meinen Erfahrungsschatz durch die Ausbildungsbetreuung stetig erweitern.

Hufrollenbefund, Strahlbeinzyste

Der Hufrollenbefund zählt sicher zu den bekanntesten und auch häufigsten krankhaften Befunden im Hufbereich. Der Hufrollenkomplex besteht aus der Sehnengleitfläche des Strahlbeins, dem Anteil der tiefen Beugesehne und einem Hufrollenschleimbeutel. Zusammen mit der proximalen Gelenkfläche des Hufbeins und das distale Ende des Kronbeins ist das Strahlbein Teil des Hufgelenks.

Beim Beugen der Gliedmaße dient das Strahlbein als „Umlenkrolle“ für die tiefe Beugesehne, deren distales Ende Fächerförmig unter dem Hufbein ansetzt und proximal des Karpalgelenks in den tiefen Zehenbeugermuskel übergeht.

Das Strahlbein ist hierbei sehr großen Kräften ausgesetzt. Fehlstellungen fördern den Verschleiß erheblich. Wie kompensationsfähig Pferde doch sind, konnten wir bei einem Seziertermin feststellen.

Nach Entfernen der Hufsohle, des Strahls und dessen Polster, wollten wir den Zustand der tiefen Beugesehne betrachten. Dabei entdeckten wir eine Strahlbeinzyste mit komplett durchgebrochener Knochenschale.

Das erstaunliche dabei war, dass die Tiefe Beugesehne, die ja normalerweise über die Sehnengleitfläche gleitet, untrennbar in dem Knochendefekt bzw. Zyste verwachsen war.

Auch schön zu sehen die rote und teilweise schwarzfarbene Sohlenlederhaut. Dabei wurde bei diesem Huf mit den schwarzen Bereichen schwarz pigmentiertes Sohlenhorn produziert und bei den roten Bereichen helles Hufhorn.

Um das Ausmaß des Knochendeffekts besser sichtbar zu machen, wurde das Strahlbein ausgekocht, damit sich alle Weichteilreste lösten.

Röntgenologisch diagnostiziert, beim noch lebenden Pferd, wäre solch eine Veränderung als hochdramatisch eingestuft worden.

Vielleicht hat sich die Natur durch das Verwachsen geholfen und so das Pferd vor erheblichen Schmerzen bewahrt?

Hier kann man nur mutmaßen. Die Beweglichkeit des Hufgelenks war dadurch jedoch eingeschränkt, was keinen Physiologischen Bewegungsablauf mehr zugelassen hat.

Mein Weg zum DIfHO…

Schon lange war ich mit meinem Hufschmied unzufrieden…. Und das lag nicht an der aufgerissenen Blättchenschicht oder an der Fühligkeit nach dem „Ausschneiden“. Das war nach Aussagen des Schmiedes nicht zu ändern und so war es auch damals normal für mich.

Ich hatte ein ganz anderes Problem mit meinem Schmied. Nämlich seine Flex. Er flexte für sein Leben gern, bringt, wie ich heute vermute, wohl Zeitersparnis, spart Raspel und Kraft. So waren meine 4 Großen und damals zwei Shettys in max. 90 Minuten durch und 270€ für die Bearbeitung weg. Leider verweigerte sich einer meiner Kaltblüter seiner Flex-Leidenschaft, was sich immer wieder in Genervtheit diesem Pferd gegenüber äußerte. Doch mein Schmied, ein Mann der Tat, war irgendwann so genervt von meinem Kaltblut, dass er ihn zum Flexen in luftiger Höhe zwang, da sich mein Pferd auf die Hinterbeine stellte. Der Schmied versuchte mit seiner Flex immer wieder, seine Hufe zu treffen. Ich stand den restlichen Tag unter Schock, die Nacht lag ich wach und am nächsten Morgen war mir klar, das mache ich nicht mehr mit. Ich begann im Internet nach einer Ausbildung zu recherchieren, in der man die Hufbearbeitung lernen konnte. Doch wer die Wahl hat, hat die Qual….

In der Zeit ergab es sich, dass ich im Internet einige Westernhemden für meine Westernreitausbildung und Reitprüfungen kaufen wollte. Ich wurde fündig und ich kam mit dem Verkäufer in Kontakt. Er erzählte mir, dass er als Huforthopäde arbeitet. Ich habe zuvor nichts von Huforthopäden gehört und habe gleich auf der Homepage geschaut, was das war und wo man sich ausbilden lassen konnte. Als ich dann noch den Ausbildungsort Rhede gelesen habe, war ich ganz glücklich. Endlich mal nicht so weit zu fahren. Leider hat es sich herausgestellt, dass es nicht das Rhede in Niedersachsen, sondern in Nordrhein-Westfalen war. Aber die Strecke bin ich dann letztlich auch sehr gerne gefahren. Für mich gibt es keine bessere Hufbearbeitungsschule. Der Erfolg in der Praxis zeigt sich für mich immer wieder….

Endlich wieder Gaga

Eine weitere Erfolgsgeschichte der Rehastation “Niederrhein” von Petra Thissen

Hier ihr Bericht: Pferde sind leidensfähig, sie leiden still vor sich hin und wenn niemand hinsieht, haben sie kaum eine Chance. Pferde sind Fluchttiere, Lahmheiten werden spät gezeigt, meistens erst, wenn innere Strukturen schon arg in Mitleidenschaft gezogen sind.

Zum Glück für “Gaga” dass seine Besitzerin sich getraut hat, alte Wege zu verlassen und Neue zu gehen. An Hufkrebs erkrankte Pferde sollten am besten stationär aufgenommen werden und landen daher oft bei mir, doch hier stand noch ein schwerer Sehnenschaden im Raum, aufgrund dessen ein Transport des Tieres, welches sich außerhalb unseres Einzuggebiet befand, eigentlich sehr bedenklich machte.

Vor Ort konnte niemand den Hufkrebs behandeln, dieser jedoch schritt bedenklich voran. Bei all dem Pech mit den vorherigen Hufbearbeitern, reagierte die zuletzt kontaktierte Hufbearbeiterin insofern richtig, Hufkrebs in erfahrene Hände zu geben. So kam der nette Traber zu uns und zum Glück hatte Tina Baaken eine Tierärztin meines Vertrauens mit der ich schon so manch schweren “Huffall” erfolgreich behandelt habe, noch eine Box frei. Die Hufe des Tieres waren in keinem guten Zustand. Zuvor wurde vieles probiert, eine Odyssee seid Jahren liegen hinter Pferd und Besitzerin. Diverse Spezialbeschläge um die Sehnen zu entlasten (was immer das sein mag), Barhuf und wieder diverse Beschläge, verschiedene Schmiede und Hufbearbeiter versuchten ihr “Glück”, zum Leidwesen des Tieres.

Der Traber wurde immer flacher, Eisen ab, aber mit der Barhuf Bearbeiterin wurde es auch nicht besser. Zusätzlich erkrankte der Huf an Strahlkrebs. Tina und ich waren sehr erschrocken über die enorme Hyperextension ( nach hinten gebrochene) Huffesselachse. Zum Glück war der Strahlkrebs nicht weit Fortgeschritten, dass sollten und wollten wir vor Weihnachten noch einmal ” eben” hinbekommen. Viel entscheidender war hier, den Prozess der starken Hyperextension in den Griff zu bekommen um die Sehnen möglichst schnell zu entlasten.

Zu uns kam ein Pferd was weder Laufen noch vernünftig Stehen konnte. Doch Gaga kämpfte mit, nahm die Korrektur dankend an. Drei Wochen später konnte “Gaga” seinem Namen alle Ehre machen, und ordentlich protestieren Tina’s Stall wieder zu verlassen… Es ging ihm deutlich besser, er fühlte sich wohler und sicherer auf seinen nicht mehr ganz so flachen Hufen.

Er konnte wieder laufen. Einsteigen in den Hänger wollte er nicht, nun konnte er zeigen wie stabil seine Hufe sind, nicht durch treten, sondern ordentlich Bewegung vor dem Pferde Anhänger :). Der Strahlkrebs heilt gut aus. Ein Huforthopäden Kollege übernimmt die weitere Betreuung, ich bin sehr erleichtert darüber.

Die Besitzerin kämpft toll um ihr Pferd, sie hatte leider trotz ihrer Bemühungen einfach kein Glück mit ihren Hufbearbeitern in der Vergangenheit. Ohne gesunde Huf kein gesundes Pferd. Wir wünschen dem netten Traber alles Gute für seine Zukunft, rechtzeitig vor Weihnachten ist er wieder im heimischen Stall und kann endlich wieder zunächst noch kontrolliert (wegen dem Sehnenschaden) spazieren gehen.