Ausbildungsstandorte stand 08 2026

Johannes Wittum

DIfHO® Ausbilder Praxis, Prüfer, Fortbildungsdozent

Durch eine Verletzung der tiefen Beugesehne meiner Araberstute Serasha, die eine ständige Korrektur des Hufes erforderte, kam ich zur Hufbearbeitung. Nach dem Abbruch eines Ingenieurstudiengangs, begann ich 2008 mit der Ausbildung beim DIfHO®, Staffel 19, bei Jochen Biernat in Morbach.

Parallel setzte ich mein Studium im Fach Pferdewirtschaft fort, das ich 2014 abschloss. Seitdem arbeite ich hauptberuflich als Huforthopäde DIfHO®. Meine Frau Miriam lernte ich durch ein Pferd mit Hufkrebs kennen. Seit 2014 bewirtschaften wir gemeinsam einen eigenen, kleinen Pferdebetrieb mit dem Schwerpunkt Hengstaufzucht im Nordschwarzwald.

Dort haben wir auch die Möglichkeit der stationären Aufnahme von Huf-Rehapatienten. Seit 2018 dient unser Betrieb als DIfHO®-Ausbildungshof für die Süd-Staffeln und ich wurde Teil des Ausbilder- und Prüferteams.


Miriam hat die Ausbildung zum DIfHO® Huforthopäden 2019 erfolgreich abgeschlossen. 

Christin Albrecht

DIfHO® Ausbildungsleiterin

Christin Albrecht

Ursprünglich aus einem handwerklichen Beruf kommend lag es für mich nahe, meine handwerklichen Fähigkeiten mit meiner Pferdeleidenschaft zu verbinden.

Nach Abschluss meiner Ausbildung als DIfHO® Huforthopädin im Jahr 2013 begann ich zusätzlich eine Ausbildung als Tierheilpraktikerin. Dieses ganzheitliche Wissen und die daraus resultierenden positiven Erfahrungen veranlassten mich, im März 2020 meine DIfHO® Hufrehastation zu eröffnen.

Unser Hof dient zudem seit dem Eintritt ins DIfHO® Ausbilderteam 2019 als Fortbildungs- und Ausbildungsstandort.

Claudia Henken-Mellies

DIfHO® Ausbilderin Praxis, Prüferin

Schon als Kind bekam ich den Satz mit auf den Weg ‘achte auf deine Füße, denn Sie müssen dich ein Leben lang tragen’. So war mir klar, dass dies auch für mein Pferd Käthe gilt.
Ihr katastrophaler Hufzustand brachte mich zunächst dazu eine 2-jährige Ostopathieausbildung zu absolvieren, die mich auf unterschiedliche Hufbearbeitungsmethoden aufmerksam werden ließ.


Fasziniert von der Biernat Bearbeitungsweise startete ich 2015 meine Hufausbildung beim Jochen Biernat im DIfHO® in Morbach. Seitdem bin ich mit dem Hufvirus infiziert und arbeite leidenschaftlich als Huforthopädin. 


Seit 2018 freue ich mich das Ausbilderteam unterstützen zu dürfen. 

Uta Aufermann

DIfHO® Ausbilderin Theorie + Praxis

Nach Abschluss meines Ökologiestudiums begann ich 2006 die 2-jährige Ausbildung zur Pferdephysiotherapeutin und ergänzte diese durch eine 1-jährige Tierakupunkturausbildung.

Der Wendepunkt kam 2013 mit der Entscheidung für die Huforthopädie-Ausbildung am DIfHO®.
Diese ergänzte, was ich in den Ausbildungen zuvor gelernt hatte und beantwortete viele Fragen, die bis dahin offen waren.

Seitdem arbeite ich hauptberuflich und mit Leidenschaft als selbstständige Huforthopädin.

Herbert Haas

DIfHO® Ausbilder Praxis

Am 08.11.2022 starb viel zu früh, plötzlich und unerwartet unser geschätzter Kollege Herbert Haas. Er war aus ganzer Überzeugung Huforthopäde und mit großer Freude Ausbilder. Er wird uns immer in bester Erinnerung bleiben.

Klaus Hudelmaier

DIfHO® Ausbilder Praxis, Prüfer

Wie bei so vielen begann es auch bei mir durch die Probleme am eigenen Pferd. Im Rahmen der Umstellung auf Barhuf mit einem Schmied wurden die Hufe unseres Friesen immer schiefer. Hinterfragen der Schmiedearbeit brachte nur unbefriedigende Antworten und keine Lösung – geschweige denn Veränderung.

Faszinierend und Augen öffnend für war dann der Kontakt zu einer DIfHO® Huforthopädin. Diese konnte mir die Vorgänge welche zu den Verformungen führten genau erklären ebenso die Bearbeitungsschritte um die Problem zu beheben. 

Schon nach kurzer Zeit führte die Bearbeitung zu sichtbaren Erfolgen und begeisterte mich. 2010 beendete ich die Ausbildung zum DIfHO® Huforthopäden bei Jochen Biernat. Zu meiner Tätigkeit als Fachkrankenpfleger für Anästhesie und Intensivmedizin arbeite ich seitdem mit Freude und Überzeugung als Huforthopäde.

Manuela Steif

DIfHO® Ausbilderin Praxis, Prüferin

Mit 15 Jahren habe ich zu reiten begonnen und habe seit damals mein eigenes Pferd. Mittlerweile ist es 22 Jahre alt und begleitet mich noch immer durchs Leben“,
Irgendwann stellte sich die Frage, was ich beruflich weiter machen möchte. Ich habe mich entschieden, die Ausbildung zur Huforthopädin zu machen und es nie bereut.

Seit 2018 unterstütze ich das Ausbilderteam zuerst in der Praxis und seit 2022 auch als Theoriedozentin.

Erfolgreiche Barhufumstellung – Keine Frage des Alters!

Die Frage der Barhufumstellung stellt sich heute erfreulicherweise immer häufiger, wenn die Pferdebesitzer die Vorteile des Barhufes für das Pferd erkannt haben.

Oftmals stellt sie sich aber auch erst dann, wenn kein Eisen mehr hält, der Hufzustand sich permanent verschlechtert oder das Pferd sogar mit Eisen nicht mehr lahmfrei laufen kann.

Glücklicherweise wird das Horn ständig nachgebildet, so dass ein Pferd in jedem Alter und unabhängig von der Beschlagsdauer umgestellt werden kann!

Viel zu selbstverständlich wird ein Pferd oft durch Unwissenheit und mangels ausbleibender kompetenter Beratung mit Eisen beschlagen, sobald es in die Nutzung genommen wird.

Das ist schade und meist unnötig, da bei heutiger Nutzung ein Abriebschutz oftmals gar nicht notwendig ist und die Nachteile für die Pferdegesundheit gegenüber dem Abriebschutz überwiegen.

Eine Umstellung ist jedoch in jedem Alter möglich. Es sollte gerade bei älteren Pferden höchste Priorität auf gute und regelmäßige Hufbearbeitung gelegt werden, damit die Pferde, wenn auch vielleicht schon altersbedingte Knochenprobleme vorliegen, bestmögliche Lebensqualität durch bestmögliche Hufe haben. Ein „zu alt dafür“ gibt es nicht, denn auch im Alter wird das Horn ständig nachproduziert.

Viele Pferdebesitzer sind schon an einer Umstellung gescheitert. Dadurch sind sie entmutigt und sicher, dass ihr Pferd einfach nicht barhuf laufen kann.Lassen Sie sich nicht entmutigen, denn:

Gründe hierfür liegen meist einfach nur in Unkenntnis und Nichtbeachtung der für die Umstellung wichtigen Faktoren:

Sobald ein Huf mit Eisen beschlagen wird, fehlen ihm auf dem starren Material die Reize des Bodens. Das hat zur Folge, dass der Huf minderwertiges Horn produziert. Die Lederhäute werden nicht ausreichend angeregt, festeres und somit abriebstabiles Horn zu bilden. Der Huf passt sich demnach auch in Bezug auf die Hornqualität dem Untergrund auf dem er sich aufhält an. Nimmt man nun die Eisen ab und reitet im schlimmsten Fall munter wie gewohnt drauf los, so kann es schnell zu einem Ungleichgewicht zwischen Wachstum und Abrieb kommen. Hinzu kommt, dass das Horn der Hufwand durch die Nagellöcher perforiert und oft durch Rillen und Risse demarkiert ist. Dadurch kommt es oftmals zu Tragrandausbrüchen und zu erhöhtem Hornverlust. Das Pferd wird dadurch für eine gewisse Zeit auf Bereichen seiner Sohle laufen müssen. Da diese aber nicht für das Tragen ausgelegt ist, kann sie diese Aufgabe nur unter Schonung erfüllen, bis tragfähiges Tragrandhorn nachgewachsen ist.

Weiterhin formt der Boden-Untergrund mit seiner wechselnden Beschaffenheit ständig die Hornkapsel und gibt an diese Reize ab. Das unbeschlagene Pferd nimmt diese Reize auf, ertastet sensibel den Boden und kann behutsam mit seinen Gliedmaßen umgehen. Die Hufmechanik (= Gesamtheit der Verwindungsmöglichkeit des Hufes) ermöglicht der Hornkapsel Unebenheiten des Bodens auszugleichen und somit dämpfend zu wirken. Dies ist auch für alte Pferde, die oftmals unter Arthrosen leiden, ein wichtiges Kriterium: Solange der Huf auf dem starren Eisen fixiert ist, ist er dieser Mechanik nicht ausgesetzt, allerdings ist die durch die Starre des Eisens ausgeschaltete Hufmechanik eher gelenkschädigend, weil die Dämpfung fehlt. Das Pferd muss sich nach der Eisenabnahme unter Umständen erst einmal an das „neue“ Laufgefühl gewöhnen und wird zunächst übervorsichtig laufen. Dies wird dann in manchen Fällen als schmerzhafte Fühligkeit missverstanden, welche aber einen schonenden Umgang mit Knochen und Gelenken bedeutet. Hier liegt die Lösung für diese Phase in etwas Geduld und Rücksicht. Im Laufe der Umstellung wird sich das für das Barhufpferd individuelle „normale Ertasten“ einspielen.

Aufschluss über eine echte „schmerzhafte Fühligkeit“ kann die fachgerechtete Untersuchung mit der Hufuntersuchungszange geben.

So funktioniert es!

Die erfolgreiche Barhufumstellung:

Die Barhufumstellung wird dann gelingen, wenn sie individuell auf das Pferd ausgelegt ist. Dazu berät sie Ihre DIfHO®-Huforthopädin / Ihr DIfHO®-Huforthopäde gerne.

Wichtig ist es, vor Eisenabnahme folgende Faktoren zu berücksichtigen:

  • Wie ist die Hufsituation?
  • Liegen Erkrankungen vor?
  • Wie wird das Pferd gehalten?
  • Auf welchen Untergründen bewegt es sich täglich?
  • Wie wird das Pferd genutzt?
  • Welcher Umstellungszeitpunkt ist günstig?

Abhängig von der Ausgangssituation des Pferdes ist die Dauer der Umstellung und die ggf. erforderliche Dauer der Schonung: Sie kann relativ kurz sein oder auch länger dauern und mit vorübergehenden Problemen verbunden sein.

Wichtig ist hier eine gute Kommunikation und Zusammenarbeit zwischen dem Pferdebesitzer und der Huforthopädin / dem Huforthopäden. Gegebenenfalls  sind anfänglich kürzere Bearbeitungsintervalle sinnvoll. Der Huf wird dabei so bearbeitet, dass es zu möglichst geringen Hornverlusten kommt und dass sich der Huf in seiner Form rehabilitieren kann. Inwiefern das Pferd für eine gewisse Zeit aus der Nutzung genommen werden muss, bis stabiles Horn nachgewachsen ist, muss vor Ort von Fall zu Fall und bei jedem Termin entschieden werden.

Sicher ist, dass anfängliche Schwierigkeiten, wie das Wegbrechen von Tragrändern und instabiles Horn im Laufe der Zeit immer weniger werden, da tragfähiges Horn von oben her nachgebildet wird.

Oftmals entscheiden sich Pferdebesitzer erst zu einer Eisenabnahme, wenn es keine Alternativen mehr gibt. Schön wäre es, wenn es gar nicht dazu kommt, – jedoch:

Die Huforthopädie nach Jochen Biernat hat gezeigt, dass es mit dieser Barhufbearbeitung möglich ist, auch als hoffnungslos erachtete Fälle unabhängig vom Alter des Pferdes zu rehabilitieren und die Hufe in eine für das Pferd physiologische und somit für das Pferd angenehme Form zurück zu steuern. Durch Ihre Entscheidung zur Barhufumstellung wird Ihr Pferd sich mit unserer Hilfe einen widerstandsfähigen und gesunden Huf zurück erlaufen können.


Wie erkenne ich, ob ein Huf in Ordnung ist?

Hufe zeigen, wenn sie nicht oder noch nicht intakt sind. Dabei ist der Zustand des jeweiligen Hufes in seiner Komplexität als Gesamtheit zu sehen, um ein vollständiges Bild zur korrekten Bearbeitung nach erfolgter Ursachenerforschung zu bekommen, sollte ein DIFHO-Ausgebildeter Hufbearbeiter kontaktiert werden.

Sehen Sie nachfolgend eine Reihe von Symptomen, durch die der Huf deutlich zu verstehen gibt, dass er Hilfe benötigt. Das können sehr massive Veränderungen sein, wie z.B. ein Riss, Spalt oder Hornwandausbruch. Jedoch sind es auch die weniger auffälligen Erscheinungen, wie etwa ein unregelmäßiger Kronrand oder unruhig herunterwachsendes Wandhorn, die frühzeitig auf die Probleme des Hufes hinweisen.

Hierauf können Sie achten:

unphysiologischer Hufzustand
unphysiologischer Hufzustand

Eingerollte und untergeschobene Trachten:

Wenn Sie die Hufe Ihres Pferdes von der Seite betrachten können Sie erkennen, ob der Huf untergeschobene Trachten hat. Dabei geht die Parallelität der Trachtenendkante und der Zehenwand verloren.
Als erkennbare Folge können Risse und Spalten entstehen.

Ausbrüche am Tragrand
Ausbrüche am Tragrand

Hornwandausbrüche:

Oft wird die Ursache für Ausbrüche in schlechter Hornqualität gesucht. Dies kann zwar auch eine Rolle spielen, jedoch entstehen Ausbrüche meist dort, wo entweder durch einen unsymmetrischen Huf Belastungsspitzen entstehen, oder aber die Hornwand ihre Tragfähigkeit teilweise verloren hat. Der Verlust der Tragfähigkeit resultiert meist in erhöhter Unruhe oder Beweglichkeit der betroffenen Wandanteile was Ausbrüche deutlich begünstigen kann.

Risse und Falten in der Hornkapsel
Risse und Falten in der Hornkapsel

Risse, Faltenwurf, unregelmäßiger Kronsaum:

Ein unregelmäßiger Verlauf des Kronsaumes weist deutlich auf eine nicht gleichmäßige Belastungssituation des Hufes hin. Dies ist für das Pferd besonders unangenehm, da die entsprechenden Wandanteile die Strukturen oberhalb des Kronrandes quetschen können. Als sichtbare Folge davon können auch hier neben Rissen und Ausbrüchen auch massive Probleme an der Kronlederhaut entstehen.

Hornspalt in der Zehenmitte
Hornspalt in der Zehenmitte

Hornspalt:

Durch weghebelnde Wände wirkende Kräfte können zu Riss- und Spaltbildung führen. Diese können multiple Folgeprobleme verursachen. Durch Rissbildung gibt der Huf deutlich zu verstehen, dass er in Not ist.

Einblutungen in der Hornkapsel
Einblutungen in der Hornkapsel

Einblutungen:

Ungünstige Hufformen lassen Hebel- und Druckkräfte wirken. Diese können Quetschungen der Kronlederhaut und infolge Bluteinschluss bei der Hornproduktion verursachen.

oben anstauendes Horn
oben anstauendes Horn

Hochstauendes Horn im hinteren Hufbereich:

Es ist die Folge eines Missverhältnisses zwischen den Hornstrecken der Zehen- und Trachtenwand. Neben den Ausbrüchen führt dies auch hier wieder zu einem missgebildeten Kronsaum mit den bereits oben beschriebenen Folgen.


Braucht Ihr Pferd Hufeisen?

Eisenbeschlag bietet Abriebschutz, wenn der Abrieb durch die Nutzung des Pferdes höher ist als das sich ständig erneuernde nachwachsende Horn der Hornkapsel.

Unerlässlich war er sicher in Zeiten, als Pferde noch viele Stunden am Tag als Arbeitstiere eingesetzt wurden.

Erfreulicherweise erkennen viele Pferdebesitzer, dass ein Abriebschutz bei den allermeisten Pferden nicht mehr erforderlich ist und befreien Ihre Pferde von den Eisen, die gegenüber dem Vorteil des Abriebschutzes folgende Nachteile für die Pferdegesundheit bringen:

  • Hufmechanik / Beweglichkeit der Hornkapsel wird eingeschränkt
  • Anschmiegen des Hufes an den Boden wird verhindert und Stöße wirken direkt und mit mehr Härte auf Knochen und Gelenke
  • Das Pferd wird seines Tastsinnes beraubt und geht unvorsichtiger mit seiner Gliedmaße um
  • Durchblutung ist schlechter wegen geringerem Bodenkontakt / geringerer Hornkapselbeweglichkeit und der damit verbundenen geringeren Reize
  • Stellungsfehler werden provoziert (überproportionaler Abrieb im Trachtenbereich), wenn der Hufbearbeiter hier nicht gegensteuert, was wiederum mit radikalen Veränderungen bei jedem Beschlagswechsel verbunden ist
  • größere Verletzungsgefahr für Mensch und Artgenossen
  • erhöhte Rutschgefahr
  • natürlicher Feuchtigkeitstransport der Hornkapsel wird durch Nagelung gestört
  • Eindringen von Keimen wird begünstigt
  • ursächliche, langsame Korrekturen von Fehlstellungen und Fehlbelastungen sind nicht möglich, sondern nur abrupte Veränderungen beim jeweiligen Beschlagswechsel