Oh Schreck, oh Schreck ein Fleck….
Aber woher kommt das und was muss man tun.
Einblutungen im Hufhorn, sichtbar vor allem an hellen Hufen, von dunkelroter bis gelblicher Farbe sind keine „blauen Flecken“.
Diese Verfärbungen entstehen nicht weil das Pferd sich irgendwo angeschlagen hat oder draufgetreten ist.
Diese Einblutungen bedeuten aber trotzdem immer das im Huf, was im Argen ist. Aber nicht, weil das Pferd sich verletzt hat, sondern weil die Hufform so für das Pferd nicht optimal ist.
Denn hier blutet die Lederhaut.
Sind die Einblutungen im Wandhorn sichtbar war die Kronlederhaut verletzt. Sieht man Einblutungen an der Sohle stand die Sohlenlederhaut unter Stress. Auch am Strahl kann man solche Verfärbungen vorfinden denn auch die Strahllederhaut kann unter drückenden Eckstreben oder ziehenden Strahlhornüberhängen/-ablösungen verletzt werden.
Wenn die Lederhaut verletzt ist, gibt sie je nach Größe der Verletzung Blutplasma, zu sehen in bernsteinfarbenen Flecken, bis hin zu Hämoglobin, zu sehen in roten bis bläulichen Flecken, ins nachproduzierte Horn ab.
Diese Einblutungen wachsen dann mit dem neu produzierten Horn raus.
Wenn wir also diese Flecken sehen, ist die eigentliche Verletzung schon längst passiert.
Aber was verletzt da die Lederhäute und warum?
Hebelnde Wände, anstauende Wände, drückende Eckstreben, nicht oder falsch bearbeiteter Strahl also allgemein unphysiologische Hufzustände können die Lederhäute quetschen und damit verletzen.
Einblutungen sind somit ein ernstzunehmendes Warnsignal!
Die Hufe sind nicht optimal für das Pferd ausgerichtet. Hebel, Drücke und Wülste müssen durch kluge, regelmäßige Hufbearbeitung ausgeschaltet werden.
Oh Schreck ein Fleck!
Ein Signal des Hufes – hier stimmt was nicht!
Nehmen Sie dieses Signal ernst!
