Fühlen – richtig und wichtig

Fühlen – richtig und wichtig

 

„Mein Pferd läuft fühlig“ das hört man oft, aber was heißt das eigentlich.

Ein Pferd was fühlt wo es lang läuft, was spürt, wenn der Untergrund uneben oder steinig ist und daher Verletzungsgefahr bedeuten könnte das ist doch nichts Schlechtes.

Und das heißt es zu erkennen. Fühlig und Fühlen sind zweierlei Dinge.

Ein Huf, der fühlt ist für das Pferd zur Gesunderhaltung und zur Vorbeugung von Verletzungen unverzichtbar.

Aber so ein Huf muss auch trainiert werden. Ein Pferd, was in weicher Einstreu steht und auf Gummimatten im Paddock dazu auf federndem Reitplatzboden bewegt wird da erhält der Huf keine Reize. Keine Reize, die die Lederhäute dazu animieren festes, strapazierfähiges Horn zu bilden in ausreichender Schnelle und Menge damit Abrieb und Nachwuchs im Gleichgewicht sind.

Hier beginnen viele Probleme, denn das Training der Hufe wird oft nicht bedacht. Harte Böden, verschiedene Böden, feiner Schotter bis hin zu großem Kiesel und viel Asphalt sind hier das Trainingsmaterial und das möglichst täglich. Ein Pferdehuf, welcher am besten von Geburt an harte Böden erlebt, wird hartes strapazierfähiges Horn produzieren. Ja sogar das ganze Pferd wird davon profitieren. Fohlen, die viel auf harten Böden gehalten werden, bilden selten einen Sehnenstelzfuß aus. Auch Gelenke, Sehnen, Bänder werden stabiler und belastbarer. Zitat eines renommierten Züchters „auf jedem Parkplatz kann man heute besser Fohlen großziehen als in so manchen heutigen Ställen“ fällt uns hier ein.

Denn das gut gemeinte stete weich stellen der Pferde welches heutzutage so oft zu sehen ist schadet dem Pferd langfristig. Für Fohlen bedeutet steter weicher Boden sogar oft das sie ein Leben lang mit gesundheitlichen Problemen kämpfen werden, weil sie sich einfach nie stabil entwickeln konnten.

Läuft ihr Pferd wirklich fühlig oder fühlt es nur?

Testen Sie selbst den Boden – wollten Sie hier laufen?

Auf groben Schotter und stark unebenem Boden macht auch Ihnen Jogging selbst mit den besten Schuhen keinen Spaß und kann der Gesundheit schaden.

Trainieren Sie die Hufe täglich 30 Minuten auf Asphalt wirken oft schon Wunder. Trainierten, gesunden Hufen macht ein flotter Galopp auf feinem Schotter, hartem Erdboden und auch ab und an eine kleine Strecke selbst auf Asphalt nichts aus ganz im Gegenteil.

Ein Pferd mit starrem Beschlag mag über jeden Boden drüber laufen. Aber zu welchem Preis? Ein Pferd mit starrem Beschlag spürt/fühlt nicht. Tritt es auf einen Stein, weil es diesen nicht fühlt, stellt sich der ganze Huf schräg – ein Desaster nicht nur für die darüber liegenden Scharniergelenke.

Das heißt nicht das ein Pferd welches zu hohen Abrieb hat und dadurch der Tragrand so gering ist das das Laufen schmerzt, nicht mit Hufschutz versorgt werden sollte. Aber Hufschutz ist und bleibt eine „Gehkrücke“ dauerhafter Beschlag egal welcher Art, ob Eisen, Kunststoff, genagelt oder geklebt schadet langfristig gesehen stets dem Huf.

Für ein langes, gesundes Pferdeleben ist artgerechte Haltung, ganzheitliches Training und kluge, regelmäßige Hufbearbeitung unverzichtbar!

Verzichtbar sind aber dauerhafte Beschläge. Trainieren Sie die Hufe. Lassen Sie ihr Pferd fühlen.

Wenn Sie auf Beschlag nicht verzichten wollen achten sie auf die Böde fühlen Sie für ihr Pferd mit.