DIfHO® Deutsches Institut für Huforthopädie

Hinweise für unphysiologische Hufe erkennen

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Hufe zeigen, wenn sie nicht / noch nicht intakt sind. Dabei ist der Zustand des jeweiligen Hufes in seiner Komplexität als Gesamtheit zu sehen, um ein vollständiges Bild zur korrekten Bearbeitung nach erfolgter Ursachenerforschung zu bekommen.
Dies ist Aufgabe Ihres hierfür speziell ausgebildeten Hufbetreuers.

DIfHO®-Huforthopäden werden fortlaufend darin geschult, die Gesamtheit der Problematiken von Hufsituationen unter Berücksichtigung des Gesamtzustandes des Pferdes zu beurteilen und zu lösen.
Sie als Pferdebesitzer können dies in dieser Komplexität nicht erbringen, doch auf Merkmale achten, die anzeigen, dass Hufe nicht intakt sind und dass Handlungsbedarf besteht.

Sehen Sie nachfolgend eine Reihe von Symptomen, durch die der Huf deutlich zu verstehen gibt, dass er Hilfe benötigt. Das können sehr massive Veränderungen sein, wie z.Bsp. ein Riss, Spalt oder Hornwandausbruch. Jedoch sind es auch die weniger auffälligen Erscheinungen, wie etwa ein unregelmäßiger Kronrand oder unruhig herunterwachsendes Wandhorn, die frühzeitig auf die Probleme des Hufes hinweisen.

Hierauf können Sie achten:

untergeschobene Trachten

Eingerollte und untergeschobene Trachten:

Wenn Sie die Hufe Ihres Pferdes von der Seite betrachten können Sie erkennen, ob der Huf untergeschobene Trachten hat. Dabei geht die Parallelität der Trachtenendkante und der Zehenwand verloren.
Als erkennbare Folge können Risse und Spalten entstehen.

Hornwandausbrüche:

Oft wird die Ursache für Ausbrüche in schlechter Hornqualität gesucht. Dies kann zwar auch eine Rolle spielen, jedoch entstehen Ausbrüche meist dort, wo entweder durch einen unsymmetrischen Huf Belastungsspitzen entstehen, oder aber die Hornwand ihre Tragfähigkeit teilweise verloren hat. Der Verlust der Tragfähigkeit resultiert meist in erhöhter Unruhe oder Beweglichkeit der betroffenen Wandanteile was Ausbrüche deutlich begünstigen kann.

Risse, Faltenwurf, unregelmäßiger Kronsaum:

Ein unregelmäßiger Verlauf des Kronsaumes weist deutlich auf eine nicht gleichmäßige Belastungssituation des Hufes hin. Dies ist für das Pferd besonders unangenehm, da die entsprechenden Wandanteile die Strukturen oberhalb des Kronrandes quetschen können. Als sichtbare Folge davon können auch hier neben Rissen und Ausbrüchen auch massive Probleme an der Kronlederhaut entstehen.

Hornspalt:

Durch weghebelnde Wände wirkende Kräfte können zu Riss- und Spaltbildung führen. Diese können multiple Folgeprobleme verursachen. Durch Rissbildung gibt der Huf deutlich zu verstehen, dass er in Not ist.

Einblutungen:

Ungünstige Hufformen lassen Hebel- und Druckkräfte wirken. Diese können Quetschungen der Kronlederhaut und infolge Bluteinschluss bei der Hornproduktion verursachen.

Hochstauendes Horn im hinteren Hufbereich:

Es ist die Folge eines Missverhältnisses zwischen den Hornstrecken der Zehen- und Trachtenwand. Neben den Ausbrüchen führt dies auch hier wieder zu einem missgebildeten Kronsaum mit den bereits oben beschriebenen Folgen.

Wenden Sie sich an eine DIfHO®-Huforthopädin / einen DIfHO®-Huforthopäden in Ihrer Nähe, um eine detaillierte Befundung der Hufe Ihres Pferdes durchführen zu lassen. Selbstverständlich wird sie / er Sie im Anschluss über die entsprechenden Therapiemöglichkeiten informieren.
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