DIfHO® - Deutsches Institut für Huforthopädie

Folgetext Vorwort Fachbeiträge

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Wir alle im Deutschen Institut für Huforthopädie (DIfHO®) nehmen den Auftrag den Pferden zu gesunden Hufen zu verhelfen sehr ernst und haben Freude an den Erfolgen. Erfolg definieren wir, wenn ehemals für das Pferd unzumutbare Hufzustände zu Hufen rehabilitiert wurden, bei denen das Pferd „nicht bemerkt, dass es welche hat“.
Gleichzeitig bedauern wir die überwiegend vorherrschende Unwissenheit was die Hufe allgemein anbelangt, die mitverursacht wird durch den Dauerzustand an Nichtwissen und somit an Fehl- oder Nichtinformationen aus den traditionellen Fachbereichen. Deren althergebrachten Ansichten und die Verknüpfung mit einem vorgeblichen Alleinvertretungsrecht stellt die schädliche Mixtur dar die den vitalen Bedürfnissen der Pferde und den ethischen-moralischen Pflichten ihrer Besitzer in der Breite nicht gerecht werden kann.
Obwohl die Pferde schon immer einen hohen emotionalen Stellenwert bei den Menschen einnehmen, vielfach zum Lebensmittelpunkt wurden, heutzutage allgegenwärtig sind und insbesondere mit ihren Bewegungsorganen die veterinärmedizinischen Fachbereiche zuhauf beschäftigen und zu häufig hilflos machen, gab es von diesen Seiten bisher kaum Anstrengungen sich explizit mit dem Bereich zu befassen der nicht vom Wissen und Kenntnissen, von den Behandlungsarten und Künsten der Humanmedizin übernommen werden kann, nämlich mit dem Gesamtkomplex Huf einschließlich seiner huftypischen Orthopädie und seiner hufspezifischen Physiologie.
Es ist dem wohl offensichtlichen Desinteresse bis hin zur sträflichen Vernachlässigung geschuldet wenn bereits die universitären Lehrmeinungen bis heute altbackene und längst widerlegte Ansichten vertreten und verbreiten, und nichts von jenen Vorgängen denen die Hufe und Gliedmaßen nachweislich unterliegen.
Wenn schon in den Fakultäten nur sehr wenig über die Prozesse bekannt ist die die Hufe auf die Physiologie und Morphologie der Bewegungsorgane und umgekehrt ausüben, und ebenfalls wenig über die Physiologie der Hufe die sich wesentlich von denen der Medizin üblicherweise bekannten Geweben unterscheidet, muss man sich nicht fragen weshalb deren Vertreter sich mit untauglichem Wissen ausgestattet an die Hufe – als Teile der Bewegungsorgane der Pferde – heranbegeben müssen.
Es stellt sich allerdings die Frage weshalb jene bei den Hufen zu oft das eigenständige Denken vergessen oder beim Denken die Hufe vergessen, und trotzig auf dem beharren was von ihnen als lege artis bezeichnet wird.
Desinteresse bis hin zur unverhohlenen Abneigung ebenso hinsichtlich einer der wohl bedeutendsten Errungenschaft im Dienst der allgemeinen Pferdegesundheit, die ihren Ursprung in der Miteinbeziehung der hufphysikalischen Gesetze in die Hufbehandlungen hat, und die sich ungeachtet der überwiegend ablehnenden Haltung der Tierärzte seit fast drei Jahrzenten zum Mittelpunkt der Hufgesundheit nicht nur in Deutschland entwickelt und nicht aufhört sich weiter zu verbreiten.
Der Hintergrund dieser Entwicklung ist die Kenntnis und Beachtung der hufeigenen Physik und deren Verknüpfung mit der hufspezifischen Physiologie, und schließlich die Fähigkeit den Huf und seine Physik zu deren kongenialen Partner zu machen. Es handelt sich bei einer solchen von der Physik bestimmten Herangehensweise an die Hufe demnach um eine physikalisch wirkende Behandlungsart die nicht mit der Veterinärmedizin konkurriert sondern sie ergänzen könnte – wenn die Interesse daran hätte.

Im Wesentlichen sind es wohl die in akademischen Regeln erstarrten tierärztlichen Ansichten, die gepaart mit einem Übermaß an Überlieferungstreue und Standesdünkel ein Hinterfragen althergebrachter Ansichten wohl nicht zulassen, und eine Annäherung der Veterinär-Medizin an die Huforthopädie – als angewandte Hufphysik – fortwährend blockieren. Und sie führen z.B. dazu, dass auch solche Heilergebnisse der Huforthopädie systematisch ignoriert werden die sie in ihren ambulanten Praxen allerorten zur Kenntnis nehmen könnten.
Wie eine Tierärztin und Huforthopädin wohl eher entschuldigend formulierte ist den Tierärzten häufig derart der Blick verstellt, dass sie nicht einmal den Unterschied zwischen dem einst verdorbenen und dem inzwischen orthopädisch rehabilitierten Huf erkennen. Dem wäre hinzuzufügen oft nicht erkennen können, und oft auch erkennen und nicht anerkennen wollen.

Wie Sie verehrte Leserinnen und Leser feststellen richten sich meine deutlichen Fingerzeige nicht auf das Wissen und Können der Tiermedizin allgemein, nicht auf Fachbereiche von denen ich weder Kenntnisse besitze noch mir anmaßen kann mir ein Urteil bilden zu dürfen. Tatsächlich werden auch bei der Veterinärmedizin ständig Fortschritte gemacht und weitere besonders diagnostische Möglichkeiten und andere therapeutische Verfahren übernommen, umgewidmet und in den verschiedenen Fachbereichen hilfreich zum Wohle der Pferde eingesetzt, was vor Jahrzehnten unbekannt und undenkbar war.
„Von dem Körper mahnen wir zuerst die Füße zu betrachten, und wer die Füße untersucht muss zuerst die Hufe ansehen“. Was Zenon schon vor 3 bis 4 Jahrhunderten v.Ch. seinen Zeitgenossen mahnend empfohlen hatte ist bei dem Glauben an die Allmacht der Medizin und an den technischen Fortschritt zunehmend in Vergessenheit geraten – und Fatalismus ersetzt statt dessen Wissensdurst.
So sind ausgerechnet die Hufe die Stiefkinder der veterinärmedizinischen Wissenschaften, obwohl die die Basis des körperlichen und seelischen Wohlbefindens der Pferde sein sollten, die Grundlage ihrer Leistungsfähigkeit und der Freude die in Leistung umzusetzen, sie sollten nicht Orte der Ungleichgewichte, des Missklangs und des Übels oder gar der Schmerzen sein, von denen das Dasein der Pferde meistens bereits von „Kindheit“ bis zum physischen Ende beherrscht wird.
Um dieser Situation etwas gerechter werden zu können versteht sich die Internetseite des Deutschen Institut für Huforthopädie (DIfHO®) schon immer und zunehmend zunächst als Informations- und Aufklärungsplattform für Pferdebesitzer, die ja oft ohne es zu wissen Patientenbesitzer sind.
Sie sollen bei uns die Möglichkeit haben sich zum gesundheitlichen Zustand oder über die Hintergründe und Signale der Hufe besser informieren zu können und vor allem um sich über die Möglichkeiten der zeitgemäßen Huforthopädie informieren zu können.
Anhand von Fallbeispielen und unter der Rubrik „Fachbeiträge“ werden bereits einige Möglichkeiten dazu angeboten. Die Beiträge werden durch weitere und auch für den weniger sachkundigen Leser möglichst verständliche Abhandlungen zu hufrelevanten Themen erweitert. Ich bitte um Verständnis, dass bei der Komplexität der Thematiken auf komplexe Formulierungen oft nicht verzichtet werden kann.

Dass neben Pferdebesitzern und Tierärzten auch diejenigen Personen von meinen Fachbeiträgen profitieren können die sich bei ihren Aktivitäten zwar meiner Wortschöpfung „Huforthopädie“ und meines Namens bedienen, denen aber das fachliche Fundament fehlt ist – zur Schadensabwehr – erwünscht.

Jochen Biernat
©Copyright 12/18

By |14. Dezember 2018|0 Kommentare